Zwischen den Jahren verändert sich oft etwas im Tempo. Die Tage fühlen sich weiter an, Termine treten in den Hintergrund, der Blick wird ruhiger. Es entsteht Raum für Fragen, die im Alltag selten Platz haben – nicht, weil sie unwichtig wären, sondern weil sie Zeit brauchen.
Eine besondere Einladung zur Reflexion hat Judith Mangelsdorf, Professorin für Positive Psychologie, formuliert. In einem LinkedIn-Beitrag teilt sie zehn Fragen, die den Jahresrückblick auf eine andere Weise eröffnen: weniger bilanziert, weniger leistungsorientiert, dafür persönlicher, verbundener und sinnorientierter.
Die Fragen sind keine Checkliste und kein Selbstoptimierungsprogramm. Sie laden dazu ein, das eigene Jahr würdigend zu betrachten – mit allem, was gelungen ist, und mit dem, was schwer war.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesundes, erfüllendes und erfolgreiches 2026.
1) Beziehung:
Welche Liebe hat Sie durch das vergangene Jahr getragen?
2) Flow:
Was hat Ihnen im letzten Jahr Energie, Kraft und ein Gefühl von Lebendigkeit geschenkt?
3) Glück:
Was (oder wer) waren die bedeutendsten Quellen von Glück und Freude?
4) Selbstmitgefühl:
Was hat Ihnen geholfen, sich selbst verbunden zu bleiben – gerade in Momenten des Zweifelns oder Scheiterns?
5) Beitrag:
Wozu haben Sie im vergangenen Jahr beigetragen? Für wen waren Sie ein wichtiges Gegenüber?
6) Weisheit:
Was hat zu mehr Tiefe in Ihrem Leben geführt, egal wie leicht oder schwer es war?
7) Wachstum:
Woran sind Sie im vergangenen Jahr gereift – und was hat sich dadurch in Ihnen oder in Ihrem Leben realisieren können?
8) Sinn:
Wenn Ihr Leben die Antwort ist, was war dann die Frage?
9) Zuversicht:
Was ist Ihre größte Hoffnung für das kommende Jahr?
Und was können Sie schon heute tun, damit sie sich realisieren kann?
10) Vertrauen:
Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich dem Leben anvertrauen, und es würde es gut mit Ihnen meinen:
Was würde sich dann im neuen Jahr für Sie erfüllen?